Beratungen für KMU – Offensive Mittelstand

Gut für Deutschland – so lautet das Motto der Offensive Mittelstand. Dieses eigenständige Netzwerk ist bei der INQA (Initiative neue Qualität der Arbeit) angesiedelt und zeigt Wege, wie sich Arbeit gerade im Mittelstand – dem Herzen der deutschen Wirtschaft – (neu) gestalten lässt, um den Herausforderungen wie Demografischer Wandel, Fachkräftemangel  oder Digitalisierung erfolgreich zu begegnen. Als autorisierter Berater der Offensive Mittelstand bin ich berechtigt die Tools in meinen Beratungen einzusetzen und mit ihnen zu arbeiten. Oliver Kustner ist autorisierter Berater der Offenisve MittelstandZiel dabei ist es Unternehmen zukunftsfähig zu machen und die Voraussetzung zu schaffen, damit Mittelständler auch in Zukunft erfolgreich sein können.

Was zeichnet erfolgreiche Mittelständler aus

Auf der Webseite der Offensive Mittelstand heißt es: “Erfolgreiche Mittelständler sind gesunde und innovative Unternehmen … Gute Mittelständler zeigen, wie es geht: Die (neue) Qualität der Arbeit basiert in diesen Unternehmen auf systematischem und präventivem Management, konsequenter Personalförderung und -bindung, guter Unternehmenskultur und Innovationsfähigkeit. Wir haben als Mittelstandsinitiative Deutschland folgende Ziele:

  • Wir fördern die Handlungsbedingungen für gute Mittelständler und helfen möglichst vielen Unternehmen, wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Wir helfen Unternehmen, ihre Prozesse präventiv und innovativ zu gestalten sowie die besten Köpfe zu binden und zu gewinnen (und auf die demographischen Entwicklungen vorbereitet zu sein).
  • Wir wollen unsere Energien für eine wirkungsvolle Unterstützung des Mittelstands bündeln.
  • Wir fördern das Image des Mittelstands als Motor für Innovationen in Deutschland.

Offensive Mittelstand als Standard guter Unternehmensführung

Das Besondere der Offensive Mittelstand ist, dass sich hier die Netzwerkpartner, bestehend aus  Bund, Ländern, Verbänden und Institutionen der Wirtschaft, Gewerkschaften, Unternehmen, Sozialversicherungsträgern und Stiftungen, quasi auf einen “Standard” guter und zukunftsfähiger Unternehmensführung geeinigt haben. Die einzelnen Checks und Analysen sind dabei kostenlos und frei verfügbar und dienen als eine Art Folie, anhand der sich ein Unternehmen selbst oder mit der Unterstützung eines autorisierten Beraters der Offensive Mittelstand messen und für die Zukunft ausrichten kann.

Gute Beratung ergänzt die Selbsteinschätzung

Gerade die Transparenz der Unterlagen macht die Offensive Mittelstand für mich als Berater so besonders und auch besonders attraktiv. In einem kurzen Interview habe ich mich Fragen zur Offensive Mittelstand und dem Zusammenspiel von Selbsteinschätzungswerkzeugen und qualifizierter Beratung gestellt.

Frage: Wozu braucht es denn eigentlich noch Beratung, wenn die Unterlagen auch im Selbstcheck durchgeführt werden können

Oliver Kustner: Im Selbstcheck erhalten die Unternehmen einen guten ersten Überblick über die derzeitige Situation und können auch erste Handlungsoptionen ableiten. Mit einer Begleitung und angepasster Beratung kann allerdings ein Veränderungsprozess weit besser gestaltet werden. Hinzu kommt viel Expertise im OM – Netzwerk, die genutzt werden kann. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es nicht immer einfach die Ressourcen für eine konsequente Ausrichtung auf die Zukunft umzusetzen.

Frage: Und durch die standardisierten Checks und Potenzialanalysen werden Zeit und Ressourcen gespart?

Oliver Kustner: Genau, es können so konsequent die einzelnen Bereiche im Unternehmen abgeklopft werden und möglichen Baustellen identifiziert werden. Standard heißt aber hier nicht, dass einfach “Best Practice Lösungen” kopiert werden sollen, vielmehr soll das Ziel einer Beratung natürlich sein , die individuelle beste Lösung zu finden und umzusetzen. Und Standard heißt für mich auch vollständige Transparenz. Es geht eben nicht um meine Ideen oder Vorschläge als Berater (wie will ein Unternehmen denn dies für sich validieren), sondern um den Abgleich mit einem übergreifend als gut und notwendig erachteten Standard.

Frage: Was sind denn die Themen dieses Mittelstandchecks?

Oliver Kustner: Einen sehr guten Überblick kann man sich auf den Seiten der Offensive Mittelstand verschaffen. Der INQA-Unternehmenscheck “guter Mittelstand” umfasst 11  relevante Themenbereiche, nämlich Strategie, Liquidität, Risikobewertung, Führung, Markt und Kunde, Organisation, Unternehmenskultur, Personal, Produktions- und Leistungs-Prozess, Beschaffung und Innovation. Also ein Riesenspektrum, welches hier abgedeckt wird.

Quelle; Offensive Mittelstand

In einer zweiten Ebene gibt es dann die einzelnen INQA-Checks mit den Themen

  • Personalführung
  • Vielfalltsbewusster Betrieb
  • Gesundheit
  • Wissen & Kompetenz

Diese können dann noch durch verschiedene weitere Potenzialanalysen ergänzt werden, um möglichst konkrete Maßnahmenpläne entwickeln zu können.

Frage: Woher kommen diese vier Themenfelder?

Oliver Kustner: Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) hat diese vier Themenbereiche seit einigen Jahren als zentrale Marker für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen identifiziert. Aus diesen Bereichen ergeben sich die Antworten, wie Arbeit organisiert werden muss, um in Zeiten von demografischen Wandel, Fachkräftemangel und Digitalisierung bestehen zu können. Und diese Bereiche decken sich natürlich auch mit dem Förderprogramm unternehmensWert:Mensch. Somit wird es Unternehmen ermöglicht die Themenfelder der Offensive Mittelstand mit einer gezielten geförderten Beratung zu bearbeiten.

Frage: Welche Voraussetzungen sind von den Betrieben hierfür zu erbringen?

Oliver Kustner: Die formalen Voraussetzungen, z.B.  Unternehmensgröße bis 250 Mitarbeitern, kann man am besten auf der Seite von unternehmensWert:Mensch recherchieren. Für mich ist der entscheidende Punkt, dass neben der Bereitschaft zur Selbsteinschätzung (Basis für die Offensive Mittelstand)  noch der Wille zur Mitarbeiterbeteiligung kommt, diese ist nämlich Basis für die geförderte Beratung. Mir ist noch wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich die Beratung tatsächlich für die ganze Bandbreite von KMU, also kleinen und mittleren Betrieben eignet.  

Frage: Es wurde mehrfach die Herausforderungen durch die Digitalisierung angesprochen, sind hierbei die Werkzeuge der Offensive Mittelstand  tatsächlich hilfreich?

Oliver Kustner: Sowohl auf der Analyseseite, als auch bei Lösungsfindung spielt das Thema Digitalisierung eine immer größere Rolle. Bei unternehmenswert:Mensch gibt es hierzu übrigens einen ergänzenden Programmzweig: unternehmesnwert:Mensch plus. Hier wird die Einrichtung und Begleitung von Lern- und Experimentierräume in Unternehmen mit bis 80% gefördert.

Mit den Praxis-Checks und den Praxisvereinbarungen können Betriebe ihre Potenziale zum jeweiligen Thema das Checks erschließen und dies auch (unabhängig von einer Beratung) dokumentieren. Da die Offensive Mittelstand die Themenfelder Personalführung, Diversität, Gesundheit und Wissen & Kompetenz in den Fokus für die Bewertung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen nimmt, ergeben sich hier Schnittstellen für eine geförderte Beratung im Rahmen von unternehmensWert:Mensch und unternehmensWert:Mensch plus.

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